Vermögensauseinandersetzung


Sofern die Eheleute nicht per Ehevertrag einen abweichenden Güterstand (Gütertrennung oder Gütergemeinschaft) vereinbart haben, leben diese im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Derjenige Ehegatte, der während der Ehe den höheren Zugewinn (Vermögenszuwachs) erzielt hat, hat dem anderen in der Regel die Hälfte des Überschusses als Zugewinn zu zahlen.

Zugewinn ist nach § 1373 BGB der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten sein Anfangsvermögen übersteigt.

Stichtage für den Zugewinnausgleich sind regelmäßig der Tag der standesamtlichen Eheschließung (= Anfangsvermögen) und der Tag der Zustellung des Ehescheidungsantrages (= Endvermögen).

Etwaige Zugewinnausgleichsansprüche verjähren innerhalb von drei Jahren ab Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses.

Bereits mit Einreichung des Antrages auf Ehescheidung sind die Ehegatten einander wechselseitig zur Auskunftserteilung über ihr Endvermögen verpflichtet.


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