Testament


Die Testierfreiheit gewährleistet dem Erblasser, über den Tod hinaus über sein Vermögen nach eigenem Belieben verfahren zu können.

Lediglich durch möglicherweise bestehende Pflichtteilsrechte für nahe Angehörige wird diese Testierfreiheit zumindest teilweise beschränkt.

Rechtlich zu klären ist zunächst die Frage, wer als gesetzlicher Erbe des potentiellen Erblassers in Frage kommt.

Danach hat der Testierende zu überlegen, ob er über seinen Nachlass eine von der gesetzlichen Erbfolge abweichende, anderweitige Regelung treffen möchte.

Ein Testament kann auf verschiedenste Arten errichtet werden, zum Teil sind allerdings strenge Formvorschriften zu beachten.

Die beiden wichtigsten Formen letztwilliger Verfügungen sind das private (eigenhändige) Testament sowie das öffentliche (notarielle) Testament.

Beim privaten Testament muss der gesamte Text vom Testierenden eigenhändig (keine Schreibmaschine oder Computer) geschrieben und unterschrieben werden, wobei die Unterschrift (Vor- und Zuname) den Text auch abschließen sollte.

Nach § 2247 BGB soll der Testierende im Testament angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er dieses niedergeschrieben hat.

Für Ehegatten besteht auch die Möglichkeit, ein gemeinschaftliches Testament ("Ehegattentestament") zu errichten.

Auch ein solches ist nur wirksam, wenn es eigenhändig geschrieben und unterschrieben wird.

Wichtig ist, dass das (gemeinschaftliche) Testament auch vom anderen Ehegatten eigenhändig unterschrieben wird.

Zur Vermeidung möglicher Erbstreitigkeiten nach seinem Tode sollte sich der Testierende rechtzeitig Gedanken über seine Erben machen und seinen letzten Willen in einer klaren, verständlichen sowie formwirksamen letztwilligen Verfügung erklären.


Zur ausführlichen Besprechung weiterer Einzelheiten vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin in unserer Kanzlei.

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