Ladung und Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft


Sollten Sie als Beschuldigter von der Staatsanwaltschaft schriftlich (in ganz seltenen Fällen telefonisch) zur Vernehmung bestellt worden sein, sind Sie - im Gegensatz zur polizeilichen Vernehmung - verpflichtet, diesen Termin wahrnehmen.
Sie haben bei der Vernehmung durch den Staatsanwalt das Recht, auch hier Ihre Aussage zu verweigern, ohne das Ihnen dies später zum Nachteil gereicht werden darf. Auch hier sollten Sie Ihren Verteidiger beauftragen, die Akten einzusehen.
Dieser hat auch das Recht, bei der Vernehmung anwesend zu sein.

Achtung (!): In manchen Fällen versuchen die Polizeibehörden durch Verwendung von Floskeln wie - Ladung zur staatsanwaltlichen Vernehmung - dem Beschuldigten zu suggerieren, dass eine Vernehmung angeblich persönlich durch den Staatsanwalt geführt werden soll.
Ist aber im Briefkopf eine Polizeidienststelle genannt, handelt es sich hier immer um eine Vernehmung durch Polizeibeamte, der Sie gerade nicht Folge leisten müssen.

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