Führerscheinentzug


Die Fahrerlaubnis kann durch die Verwaltungsbehörde sowie das Gericht entzogen werden.

In der Praxis häufigster Anwendungsfall ist die Entziehung der Fahrerlaubnis durch die Strafgerichte, insbesondere nach Verwirklichung der strafrechtlichen Tatbestände des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (auch Unfallflucht oder Fahrerflucht genannt), Trunkenheit im Verkehr (dazu zählt auch der Konsum von illegalen Drogen oder die unkontrollierte, übermäßige Einnahme von Medikamenten, die die Tauglichkeit der Teilnahme am Straßenverkehr einschränken) oder Gefährdung des Straßenverkehrs.

In der Regel wird hiernach die Fahrerlaubnis im Wege eines Eilantrages von der Staatsanwaltschaft beim zuständigen Amtsgericht vorläufig entzogen. Gleiche Auswirkungen haben entsprechend die Sicherstellung oder Beschlagnahme der Urkunde durch Polizeibeamte vor Ort.

Entzieht das Gericht im anschließenden Hauptverfahren (entweder durch Strafbefehl oder durch Urteil in der Hauptverhandlung) den Führerschein endgültig, wird zugleich eine Sperre für die Erteilung der Fahrerlaubnis festgesetzt. Diese beträgt zwischen 6 Monaten und 5 Jahren, wenn gegen den Täter in den letzten 3 Jahren bis dahin noch keine Sperre angeordnet worden ist.

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